Imlil & Toubkal ab Marrakesch: Trekking-Guide

Sommet enneigé du mont Toubkal (4 167 m)

Imlil und der Toubkal ab Marrakesch bilden das Highlight-Duo jeder Bergreise in Marokko: Imlil ist ein Berberdorf auf rund 1.740 Metern Höhe im Hohen Atlas, nur 60 bis 70 km südlich von Marrakesch und damit etwa 1,5 Stunden Fahrt entfernt. Es ist das wichtigste Eingangstor zum Toubkal-Nationalpark und das historische Basislager für die Besteigung des Jbel Toubkal (4.167 m), des höchsten Gipfels Nordafrikas. Ob Sie eine einfache Tagestour an der frischen Luft suchen oder einen zweitägigen Trek zum Dach des Maghreb planen: Imlil ist der ideale Ausgangspunkt, erreichbar mit dem Taxi, dem eigenen Auto oder über eine organisierte Tour ab der roten Stadt.

Kurz und knapp: das Wichtigste zu Imlil und dem Toubkal

  • Imlil: Bergdorf auf ~1.740 m Höhe im Aït-Mizane-Tal, ~1,5 Stunden von Marrakesch entfernt (60-70 km).
  • Jbel Toubkal: 4.167 m, höchster Gipfel Nordafrikas, im Herzen des Toubkal-Nationalparks.
  • Toubkal-Nationalpark: geschütztes Naturgebiet mit Tälern, Berberdörfern, Walnussbäumen und Kulturterrassen.
  • Zwei Varianten: Tageswanderung ab Imlil oder zweitägiger Trek zum Toubkal-Gipfel über die Schutzhütte (~3.200 m).
  • Bergführer empfohlen (und für den Gipfel oft vorgeschrieben), Maultier zum Gepäcktransport möglich.
  • Lebendige Berberkultur: Gastfreundschaft, Minztee, Kunsthandwerk und spektakuläre Landschaften zu jeder Jahreszeit.

Was ist Imlil und der Hohe Atlas?

Imlil ist ein kleines Dorf im Aït-Mizane-Tal, im Massiv des marokkanischen Hohen Atlas. Auf etwa 1.740 Metern Höhe gelegen, schmiegt es sich in den Talgrund eines grünen Tals, in dem sich bewässerte Terrassen, Walnussbäume, gestufte Felder sowie Häuser aus Stein und Stampflehm abwechseln. Seine Lage macht es zum letzten mit dem Auto leicht erreichbaren Dorf vor den Bergpfaden: darüber hinaus geht es nur noch zu Fuß oder auf dem Rücken eines Maultiers weiter. Diese privilegierte Lage hat Imlil im Laufe der Jahrzehnte zur inoffiziellen Wanderhauptstadt des Hohen Atlas gemacht.

Der Hohe Atlas ist die höchste Gebirgskette Nordafrikas. Sie durchzieht Marokko von West nach Ost und erreicht ihren höchsten Punkt genau im Jbel Toubkal. Rund um Imlil ist die Landschaft von Gipfeln geprägt, die oft 3.500 bis 4.000 Meter überschreiten, von tiefen Tälern und von Berberdörfern, die das ganze Jahr über bewohnt sind. In dieser Region ist die amazighische (berberische) Kultur noch sehr lebendig: Sprache, bäuerliche Lebensweise, Gastfreundschaft und bergbäuerliches Können werden von Generation zu Generation weitergegeben. Wer mehr über das Dorf erfahren möchte, findet auf der Wikipedia-Seite zu Imlil einen guten geografischen Anhaltspunkt.

Was bei der Ankunft in Imlil auffällt, ist der frappierende Kontrast zu Marrakesch. In weniger als zwei Stunden gelangt man von den ockerfarbenen Stadtmauern und dem Trubel der Souks in eine Welt aus Stein, sprudelndem Wasser und mineralischer Stille. Das nach Süden ausgerichtete Aït-Mizane-Tal leitet das Schmelzwasser, das von den Höhen herabfließt und die Terrassenkulturen bewässert. Dieser Wasserreichtum erklärt die jahrhundertealten Walnussbäume, die den Ruf der Region begründen, und das erstaunlich grüne Erscheinungsbild der Talgründe selbst im Sommer. Imlil ist also nicht nur eine logistische Basis: Es ist ein vollständiges Gebirgsökosystem, in dem die Geografie eine in Marokko einzigartige Lebensweise geprägt hat.

Das Dorf Imlil im Hohen Atlas bei Marrakesch
Imlil, Bergdorf und Eingangstor zum Toubkal.

Wie kommt man von Marrakesch nach Imlil?

Die Reise von Marrakesch nach Imlil beginnt mit einer Autofahrt von etwa 60 bis 70 km nach Süden, die im Schnitt 1,5 Stunden dauert – je nach Verkehr und Bedingungen. Die Straße ist bis Imlil asphaltiert, wird aber in Bergnähe kurvig und eng: Am besten ist ein Fahrer, der mit Bergstraßen vertraut ist. Mehrere Möglichkeiten stehen zur Auswahl:

  • Organisierte Tagestour: die einfachste Variante, mit Hin- und Rücktransport, manchmal einem Bergführer und einem Mittagessen. Ideal für eine erste Entdeckung ohne eigene Logistik.
  • Grand Taxi oder Privatwagen mit Fahrer: flexibel; der Preis wird im Voraus verhandelt, und man kann unterwegs Fotostopps einplanen.
  • Mietwagen: möglich für unabhängige Reisende, doch das Fahren im Gebirge erfordert Vorsicht, und die Parkmöglichkeiten in Imlil sind begrenzt.
  • Sammeltransport: Sammeltaxis verbinden Marrakesch mit Asni und dann Asni mit Imlil – eine günstige, aber langsamere und weniger komfortable Option.

Unterwegs durchqueren Sie die landwirtschaftliche Ebene des Haouz, bevor der Anstieg nach Asni beginnt, einem größeren Marktflecken, der für seinen Samstagsmarkt bekannt ist, und folgen dann dem Tal bis Imlil. Die Landschaft verändert sich allmählich: Die Olivenbäume weichen felsigen Hängen, die Temperatur kühlt ab und die ersten Gipfel tauchen auf. Diese Fahrt gehört zum Vergnügen dazu und lohnt einige Fotostopps, besonders an den Aussichtspunkten, die das Tal überragen.

Viele Reisende kombinieren Imlil mit anderen Naturausflügen rund um die rote Stadt. Wenn Sie Ihr Programm vorbereiten, bietet unser Leitfaden zu den Ausflügen ab Marrakesch die wichtigsten Optionen, während das Ourika-Tal mit den berühmten Wasserfällen von Setti Fatma eine sehr gut erreichbare Bergalternative darstellt.

Tageswanderungen ab Imlil

Man muss nicht den Gipfel anpeilen, um Imlil und den Hohen Atlas zu genießen. Das Dorf ist von zugänglichen Pfaden umgeben, die es erlauben, das Gebirge in wenigen Stunden und ohne technische Ausrüstung zu entdecken. Diese Wanderungen eignen sich für Familien, Gelegenheitswanderer und alle, die von Marrakesch aus nur einen Tag zur Verfügung haben.

  • Der Wasserfall von Imlil und das Aït-Mizane-Tal: eine sanfte Wanderung entlang des Flusses, zwischen Obstgärten und Dörfern, mit schönen Aussichtspunkten.
  • Das Dorf Aroumd (Around): direkt oberhalb von Imlil gelegen, bietet dieser Berberweiler mit seinen Steinhäusern einen herrlichen Panoramablick auf das Tal und die Gipfel.
  • Das Heiligtum von Sidi Chamharouch: ein Wallfahrtsort am Weg zum Toubkal, in einigen Stunden Fußmarsch erreichbar für alle, die Höhenluft schnuppern möchten, ohne bis zum Gipfel zu steigen.
  • Die Pässe und Panorama-Aussichtspunkte: mehrere Pfade führen hinauf zu Kämmen mit 360°-Blick über das Massiv, mit Unterstützung eines ortskundigen Bergführers.

Für einen gelungenen Tag brechen Sie früh am Morgen aus Marrakesch auf, nehmen Wasser, einen Hut und gute Schuhe mit und planen ein Mittagessen in einer der Unterkünfte des Dorfes ein. Selbst bei einer einfachen Wanderung machen sich Höhe und Höhenunterschied bemerkbar: Passen Sie Ihr Tempo an.

Die Toubkal-Besteigung: Route, Schutzhütte und 2-Tages-Trek

Die Besteigung des Toubkal ist das Ziel vieler Reisender, die nach Imlil hinaufkommen. Mit 4.167 Metern ist der Jbel Toubkal der höchste Punkt Nordafrikas und ein legendärer Gipfel, der auf der Wikipedia-Seite zum Toubkal ausführlich beschrieben wird. Auch wenn er im Sommer keine technischen bergsteigerischen Schwierigkeiten bietet, erfordert er eine gute körperliche Verfassung, eine Anpassung an die Höhe und eine ernsthafte Organisation.

Die klassische Route erstreckt sich über zwei Tage:

  • Tag 1: Aufstieg von Imlil (~1.740 m) zur Toubkal-Schutzhütte (~3.200 m), vorbei an Sidi Chamharouch. Rechnen Sie mit etwa 5 bis 6 Stunden Gehzeit bei erheblichem Höhenunterschied. Übernachtung in der Hütte.
  • Tag 2: sehr früher Aufbruch (oft vor Sonnenaufgang), um den Gipfel auf 4.167 m zu erreichen, dann Abstieg zur Hütte und schließlich Rückkehr nach Imlil. Der Gipfel wird in der Regel in 3 bis 4 Stunden ab der Hütte erreicht.

Die Toubkal-Schutzhütte auf etwa 3.200 Metern dient als Höhenlager: Hier schläft, isst und ruht man, bevor der letzte Anstieg beginnt. In der Hochsaison sind die Plätze begrenzt, daher empfiehlt es sich, im Voraus über eine Agentur oder den Bergführer zu reservieren. Der durchquerte Park ist der Toubkal-Nationalpark, ein Schutzgebiet, das man gewissenhaft respektieren sollte.

Der nächtliche Aufbruch am zweiten Tag ist ein besonderer Moment. Man verlässt die Hütte mit der Stirnlampe, in Kälte und Dunkelheit, um langsam über die Geröllfelder zum Gipfel voranzukommen. Ziel ist es, den höchsten Punkt am frühen Vormittag zu erreichen, bevor Wolken oder Wind aufkommen, und ein Panorama zu genießen, das sich bei klarem Wetter bis zu den südlichen Ebenen und den Ausläufern der Sahara erstreckt. Die Belohnung auf dem Gipfel des Jbel Toubkal, markiert durch eine metallene Pyramide, steht im Verhältnis zur Anstrengung: ein 360°-Blick über den gesamten Hohen Atlas. Vorsicht jedoch, das Erreichen des Gipfels ist nie garantiert: Wetter, Tagesform oder Höhe können eine Umkehr erzwingen, und ein guter Bergführer weiß, diese Entscheidung im richtigen Moment zu treffen.

Manche Wanderer ziehen es vor, das Abenteuer über drei statt über zwei Tage zu verteilen, indem sie eine zusätzliche Nacht einlegen, um sich besser an die Höhe zu gewöhnen oder andere Täler und Pässe des Massivs zu erkunden. Diese sanftere Variante verringert die Ermüdung und erhöht die Chancen, den Gipfel unter guten Bedingungen zu erreichen, spürbar – und lässt zugleich Zeit, die wilde Schönheit des Nationalparks zu genießen.

Verschneiter Gipfel des Jbel Toubkal (4.167 m)
Der Gipfel des Toubkal, höchster Berg Nordafrikas.

Bergführer, Maultier und Sicherheit am Berg

Sicherheit hat im Hohen Atlas oberste Priorität. Gerade für die Besteigung des Toubkal ist ein qualifizierter Bergführer dringend zu empfehlen und oft vorgeschrieben. Ein ortskundiger Führer kennt die Route, das Wetter, die Anzeichen der akuten Höhenkrankheit und das richtige Verhalten im Notfall. Er bereichert zudem Ihr Erlebnis, indem er sein Wissen über die Dörfer, die Tierwelt und die Berberkultur teilt.

  • Qualifizierter Bergführer: Bevorzugen Sie einen offiziellen, auf dem Toubkal erfahrenen Führer, der mit wechselhaftem Wetter und der Höhe umgehen kann.
  • Maultier und Muliführer: Maultiere können das Gepäck bis zur Hütte tragen, was die Wanderung deutlich erleichtert und die lokale Wirtschaft unterstützt.
  • Tempo und Flüssigkeit: Steigen Sie langsam auf, trinken Sie regelmäßig und hören Sie auf Ihren Körper; Kopfschmerzen, Übelkeit oder ungewöhnliche Erschöpfung sind Signale, die man nicht ignorieren darf.
  • Wetter: Im Gebirge schlägt das Wetter schnell um. Ein klarer Himmel kann sich innerhalb weniger Stunden in Gewitter oder Nebel verwandeln; auf den Gipfel zu verzichten, gehört zur Weisheit des Bergsteigers.

Unternehmen Sie den Toubkal niemals allein und unvorbereitet, besonders nicht im Winter. Der Berg verlangt Respekt, doch er verzeiht keine Unvorsichtigkeit.

Wann nach Imlil reisen? Jahreszeiten und Schnee

Imlil lässt sich das ganze Jahr über besuchen, doch jede Jahreszeit hat ihren eigenen Charakter. Die Wahl hängt von Ihrem Ziel ab: einfache Entdeckung des Tals oder Besteigung des Gipfels.

  • Frühling (April-Juni): ideale Zeit, mit grünen Tälern, blühenden Obstgärten und angenehmen Temperaturen. Die Höhen können noch verschneit sein.
  • Sommer (Juli-August): Hochsaison für die Toubkal-Besteigung, wenn der Schnee auf den Pfaden geschmolzen ist. Im Tal ist es heiß, in der Höhe aber kühl; zugleich eine willkommene Flucht vor der Hitze Marrakeschs.
  • Herbst (September-Oktober): herrliches Licht, weniger Andrang und noch günstige Bedingungen für Wanderung und Gipfel.
  • Winter (Dezember-März): Das Gebirge bedeckt sich mit Schnee. Der Toubkal wird zu einer Winterbesteigung, die Steigeisen, Eispickel und Schneeerfahrung erfordert; nur für erfahrene und gut geführte Wanderer.

Um Ihre Reise auf das regionale Klima abzustimmen, lesen Sie unseren Leitfaden zur besten Reisezeit für Marrakesch, der Ihnen hilft, Stadt und Gebirge unter den besten Bedingungen zu verbinden.

Ausrüstung und Vorbereitung: Die Höhe zählt

Eine gute Vorbereitung macht den entscheidenden Unterschied, besonders bei der Toubkal-Besteigung, bei der man die 4.000 Meter überschreitet. In dieser Höhe ist die Luft dünner und die Anstrengung intensiver als im Flachland. Hier die Grundausrüstung für einen zweitägigen Trek:

  • Knöchelhohe, bereits eingelaufene Wanderschuhe mit guten Sohlen.
  • Kleidung im Zwiebelprinzip: Funktions-T-Shirt, Fleece, Windjacke und Regenjacke; am Gipfel ist es selbst im Sommer kalt.
  • Mütze, Handschuhe, Sonnenbrille und Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor.
  • Leichter Rucksack, Trinkflasche oder Trinkblase, energiereiche Snacks.
  • Stirnlampe für den nächtlichen Aufbruch zum Gipfel.
  • Im Winter: Steigeisen und Eispickel unverzichtbar, unter Anleitung eines Bergführers.

Was die Höhe angeht: Steigen Sie schrittweise auf und trinken Sie ausreichend. Wenn Sie rasch vom Meeresspiegel aufsteigen, planen Sie Zeit zur Akklimatisierung ein. Bei anhaltenden Symptomen der Höhenkrankheit ist die einzige verlässliche Antwort der Abstieg.

Berberdörfer und Kultur des Hohen Atlas

Jenseits der Gipfel ist Imlil im Hohen Atlas vor allem eine menschliche Begegnung. Die Dörfer des Tals werden von amazighischen (berberischen) Gemeinschaften bewohnt, die im Rhythmus der Berglandwirtschaft leben: Terrassenkulturen, Walnussbäume, Apfelbäume, Viehzucht. Die Gastfreundschaft ist hier legendär, verkörpert durch den berühmten Minztee, der großzügig geteilt wird.

Wenn Sie durch Imlil oder Aroumd spazieren, begegnen Ihnen Häuser aus Stein und Stampflehm, Kunsthandwerksstätten, wöchentliche Märkte (Souks) in Nachbardörfern wie Asni und Landschaften, die von Jahrhunderten landwirtschaftlicher Arbeit geformt wurden. Hier zu verweilen bedeutet auch, eine lokale Wirtschaft zu unterstützen, die vom verantwortungsvollen Tourismus lebt: Bergführer, Muliführer, Familienunterkünfte und Kooperativen. Verhalten Sie sich respektvoll, fragen Sie, bevor Sie Einheimische fotografieren, und bevorzugen Sie lokale Unterkünfte und Dienstleistungen.

Die Gastronomie ist fester Bestandteil des Erlebnisses. In den Unterkünften wird Ihnen oft ein geschmortes Tajine mit Gemüse aus dem Tal serviert, eine wärmende Harira nach der Wanderung, im traditionellen Ofen gebackenes Brot und natürlich der unverzichtbare, von oben eingegossene Minztee. Diese einfachen, mit saisonalen Produkten zubereiteten Mahlzeiten bekommen nach einem Tag voller Anstrengung in der Höhe einen besonderen Geschmack. Sich die Zeit zu nehmen, eine Mahlzeit mit einer Berberfamilie zu teilen, ist oft die eindrücklichste Erinnerung an einen Aufenthalt in Imlil – weit über die Landschaften hinaus.

Blick auf die Berge des Hohen Atlas von Imlil aus
Die Landschaften des Hohen Atlas rund um Imlil.

Wo in Imlil übernachten?

Imlil verfügt über ein gutes Angebot an Unterkünften für jedes Budget, von der einfachen Herberge bis zum komfortableren Gästehaus. Mindestens eine Nacht vor Ort zu verbringen, erlaubt es, die Ruhe des Gebirges, die nächtliche Kühle und einen frühen Aufbruch zu den Wanderungen zu genießen.

  • Etappenherbergen und Dorfhütten: einfach und gastlich, oft von Berberfamilien geführt, mit hausgemachten Mahlzeiten.
  • Gästehäuser und kleine Lodges: mehr Komfort, Panoramaterrassen und sorgfältig zubereitete lokale Küche.
  • Toubkal-Schutzhütte: für alle, die den Aufstieg wagen, die Höhenetappe auf ~3.200 m vor dem Gipfel.

Wenn Sie lieber von der Stadt aus starten möchten, hilft Ihnen unser Leitfaden Unterkunft in Marrakesch dabei, einen komfortablen Ausgangspunkt für Ihre Bergausflüge zu wählen.

Imlil als Ausflug oder als Trek: Was wählen?

Alles hängt von der Zeit, die Ihnen zur Verfügung steht, und Ihrer körperlichen Verfassung ab. Die folgende Tabelle vergleicht die beiden großen Varianten, um Ihnen die Entscheidung zu erleichtern.

KriteriumTageswanderungToubkal-Trek (2 Tage)
Dauer1 Tag ab Marrakeschmindestens 2 Tage / 1 Nacht
Erreichte Höhe~1.740 bis 2.300 m (Täler, Dörfer)bis 4.167 m (Gipfel)
SchwierigkeitLeicht bis mittelAnspruchsvoll, Ausdauer erforderlich
BergführerEmpfohlenDringend empfohlen / vorgeschrieben
Für wen?Familien, Gelegenheitswanderer, ein freier TagWanderer in guter Form, Gipfelliebhaber
AusrüstungWanderschuhe, WasserKomplette Bergausrüstung (+ Steigeisen/Eispickel im Winter)

Wenn Ihnen Zeit oder Training fehlen, bietet der Tag in Imlil bereits einen herrlichen Einblick in den Hohen Atlas. Wenn der Gipfel Sie ruft, reservieren Sie zwei Tage und eine gute Betreuung. Sie können auch mit anderen Naturausflügen rund um die Stadt vergleichen, etwa den Ouzoud-Wasserfällen oder der Agafay-Wüste, um eine abwechslungsreiche Reise zusammenzustellen.

Praktische Tipps und Respekt vor dem Berg

  • Brechen Sie früh auf: Das Morgenlicht ist am schönsten und Sie umgehen die Hitze oder die Nachmittagsgewitter.
  • Nehmen Sie Bargeld mit: Geldautomaten sind im Gebirge selten; halten Sie Bargeld für Unterkünfte, Bergführer und Muliführer bereit.
  • Hinterlassen Sie keinen Abfall: Nehmen Sie alles wieder mit, was Sie mitbringen, und beachten Sie die Vorschriften des Nationalparks.
  • Kleiden Sie sich zurückhaltend: In den Dörfern wird respektvolle Kleidung geschätzt.
  • Informieren Sie sich über das Wetter, bevor Sie aufbrechen, und passen Sie Ihre Pläne bei ungünstigen Bedingungen an oder brechen Sie ab.
  • Unterstützen Sie die Einheimischen: Bergführer, Unterkünfte und Handwerker des Tals sind auf verantwortungsvollen Tourismus angewiesen.

Um Imlil in ein größeres Programm einzuordnen, helfen Ihnen unser vollständiger Leitfaden zu den Sehenswürdigkeiten von Marrakesch und unsere Seite zu Aït Benhaddou ab Marrakesch dabei, Kultur, Stadt und weite Landschaften auszubalancieren.

Häufige Fragen

Wie weit ist Imlil von Marrakesch entfernt?

Imlil liegt etwa 60 bis 70 km südlich von Marrakesch, also rund 1,5 Stunden Bergstraße entfernt. Es ist das mit dem Auto erreichbare Dorf, das dem Toubkal am nächsten liegt.

Kann man Imlil an einem einzigen Tag von Marrakesch aus besuchen?

Ja. Eine Tagestour erlaubt es, das Dorf, die Täler und die umliegenden Berberweiler mit leichten bis mittleren Wanderungen und ohne technische Ausrüstung zu entdecken.

Braucht man einen Bergführer für den Aufstieg zum Toubkal?

Ein qualifizierter Bergführer ist für die Besteigung des Toubkal dringend zu empfehlen und oft vorgeschrieben. Er kümmert sich um Route, Wetter, Höhe und Sicherheit, besonders im Winter.

Wie lange dauert die Besteigung des Toubkal?

Die klassische Route dauert zwei Tage: am ersten Tag der Aufstieg von Imlil zur Hütte (~3.200 m), am zweiten Tag die Besteigung des Gipfels auf 4.167 m und der Abstieg.

Welche ist die beste Zeit für die Besteigung?

Vom Spätfrühling bis zum Herbst (etwa Mai bis Oktober), wenn der Schnee auf den Pfaden geschmolzen ist. Im Winter wird der Toubkal zu einer verschneiten Bergtour, die Steigeisen, Eispickel und Erfahrung erfordert.

Ist der Toubkal schwer zu besteigen?

Im Sommer bietet er keine technischen bergsteigerischen Schwierigkeiten, doch Höhe, Höhenunterschied und Dauer erfordern eine gute körperliche Verfassung und eine Akklimatisierung. Im Winter nimmt die Schwierigkeit deutlich zu.

Haftungsausschluss: Die genannten Preise, Dauern und Schwierigkeitsgrade sind Richtwerte und können je nach Saison, Anbieter und Bergbedingungen variieren; prüfen Sie stets die aktuellen Informationen, bevor Sie aufbrechen. Die Sicherheit am Berg hängt von einer geeigneten Betreuung (Bergführer), günstigem Wetter und einem guten Umgang mit der Höhe ab. Dieser Artikel ist informativ und unabhängig verfasst; er stellt keine persönliche Beratung dar.

Fazit

Imlil und der Toubkal ab Marrakesch – das ist das Versprechen einer großen Portion frischer Luft, nur 1,5 Stunden von der roten Stadt entfernt. Ob Sie von einem einfachen Tag inmitten der Berberdörfer und Täler des Hohen Atlas träumen oder von der Besteigung des höchsten Gipfels Nordafrikas: Dieser Bergwinkel bietet ein Abenteuer, das Ihren Wünschen gerecht wird. Der Schlüssel zu einem gelungenen Erlebnis liegt in drei Worten: Vorbereitung, Respekt und Sicherheit. Wählen Sie die richtige Jahreszeit, umgeben Sie sich für die Höhen mit einem kompetenten Bergführer und lassen Sie sich von der berberischen Gastfreundschaft tragen. Der Toubkal wartet auf Sie, doch oft ist es der Weg, mehr noch als der Gipfel, der die stärksten Erinnerungen hinterlässt.

Bilder unter freier Lizenz über Wikimedia Commons: © Mounir Neddi (CC BY-SA 4.0); © Buckerfing (CC BY-SA 4.0); © Imad.kastalani (CC BY-SA 4.0). Quellen: UNESCO und Wikipedia.
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