MACAAL Marrakesch: Museum für afrikanische Kunst

Visite guidée d'une exposition d'art contemporain au MACAAL

Das MACAAL Marrakesch (Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst Al Maaden) ist eines der wenigen Museen des Kontinents, das ganz dem heutigen afrikanischen Kunstschaffen gewidmet ist. Es wurde 2016 eröffnet, von der Familie Lazraq über die Stiftung Alliances getragen, und dieses private, gemeinnützige Museum liegt im Resort-Viertel Al Maaden im Südosten der Stadt, rund zehn Kilometer vom Zentrum entfernt. Dort erwartet Sie eine Sammlung von über zweitausend Werken, wechselnde Sonderausstellungen und ein weitläufiger Skulpturenpark unter freiem Himmel – all das am Fuße des Atlasgebirges. Wenn Sie einen Kulturbesuch abseits der klassischen Gärten und Paläste suchen, ist das Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst Al Maaden ein lohnender Halt, um die großen künstlerischen Stimmen des Kontinents kennenzulernen.

Kurz und knapp: das Wichtigste zum MACAAL Marrakesch

  • Art: privates, unabhängiges und gemeinnütziges Museum, eröffnet 2016.
  • Schwerpunkt: moderne und zeitgenössische marokkanische und afrikanische Kunst (Malerei, Fotografie, Skulptur, Installationen, Video, Textil).
  • Lage: Viertel Al Maaden, im Südosten von Marrakesch, etwa 10–15 km vom historischen Zentrum entfernt.
  • Zu sehen: wechselnde Sonderausstellungen + Präsentation der ständigen Sammlung.
  • Freiluft-Bonus: ein Park mit monumentalen Skulpturen auf dem Golfplatz Al Maaden.
  • Empfohlene Dauer: etwa 1 bis 1,5 Stunden; Eintrittspreis nur als Richtwert, vor dem Besuch zu prüfen.
Ausstellungsraum des MACAAL, Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst in Marrakesch
Ein Ausstellungssaal des MACAAL, dem Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst.

Was ist das MACAAL und was ist seine Mission?

Das Kürzel MACAAL steht für „Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst Al Maaden“. Hinter diesem etwas langen Namen steckt eine einfache, aber starke Idee: der zeitgenössischen afrikanischen Kunst einen dauerhaften, ambitionierten und zugänglichen Ort zu geben – auf afrikanischem Boden selbst. Allzu oft sind die großen Kunstsammlungen des Kontinents anderswo entstanden und gezeigt worden, in Europa oder Nordamerika. Das MACAAL dreht diese Logik um und macht Marrakesch zu einem Ankerpunkt für die afrikanische Kunstszene.

Seine Mission geht über das bloße Ausstellen von Werken hinaus. Das Museum versteht sich als Ort der Entdeckung, des Dialogs und der Vermittlung. Es rückt sowohl etablierte Künstlerinnen und Künstler als auch aufstrebende Talente ins Licht, die aus Marokko und aus zahlreichen Ländern des Kontinents stammen. Es richtet sich gleichermaßen an das marokkanische Publikum wie an internationale Reisende, mit dem klaren Anspruch, zeitgenössische Kunst weniger einschüchternd und lebendiger zu machen. Diese pädagogische Dimension ist zentral: Das MACAAL möchte Deutungsschlüssel an die Hand geben, Geschichten erzählen und Brücken zwischen Generationen und Kulturen bauen.

Das Museum funktioniert als private, gemeinnützige Einrichtung. Mit anderen Worten: Es verfolgt keine kommerziellen Ziele – Einnahmen und Förderungen dienen dazu, das Programm zu bereichern, die Werke zu bewahren und Bildungsangebote zu finanzieren. Diese Unabhängigkeit lässt ihm große Freiheit bei der Wahl der behandelten Themen, die oft die aktuellsten Fragen berühren: Identität, Erinnerung, Umwelt, Migration und der Wandel afrikanischer Gesellschaften.

Zeitgenössische afrikanische Kunst als Herzstück des Projekts

Um einen Besuch im Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst Al Maaden richtig zu würdigen, muss man verstehen, was der Begriff „zeitgenössische afrikanische Kunst“ umfasst. Weit entfernt von den Klischees einer sogenannten „traditionellen“ oder „ethnografischen“ Kunst geht es hier um ein lebendiges, aktuelles Schaffen, das unmittelbar an den Fragen der Welt teilhat. Die gezeigten Künstlerinnen und Künstler arbeiten mit denselben Medien wie ihre Kolleginnen und Kollegen weltweit: Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation, Video, digitale Kunst und Textil.

Was diese Szene auszeichnet, ist der Reichtum ihrer Bezüge und die Vielfalt ihrer Blickwinkel. Ein und derselbe Rundgang kann Werke aus Nord-, West-, Ost- oder dem südlichen Afrika vereinen, von denen jedes eine eigene Geschichte, eine eigene bildnerische Sprache und eigene Anliegen trägt. Die wiederkehrenden Themen sprechen alle an: das koloniale Gedächtnis und die Dekolonisierung des Blicks, das Zusammenleben der Völker, das Verhältnis zur Erde und zur Umwelt, der Platz des Einzelnen in Gesellschaften im tiefgreifenden Wandel.

Das MACAAL zu besuchen bedeutet also, sich einem Panorama zu öffnen, das nur wenige Orte der Welt mit einer solchen Stimmigkeit bieten. Für Reisende ist es zugleich eine Möglichkeit, das gewohnte Postkartenbild Marokkos hinter sich zu lassen und eine intellektuellere, kreativere Seite von Marrakesch zu erfassen – einer Stadt, die sich in den letzten Jahren als bedeutende künstlerische Drehscheibe etabliert hat.

Die Stiftung Alliances und die Gründer

Das MACAAL entstand aus der Leidenschaft einer Familie von Mäzenen und Sammlern, Farida und Alami Lazraq, und mit Unterstützung der Alliances-Gruppe (Alliances Développement Immobilier) über die Stiftung Alliances. Diese Stiftung spielt eine treibende Rolle: Sie hat es ermöglicht, über die Jahrzehnte eine Sammlung von bemerkenswertem Umfang zusammenzutragen und sie anschließend durch die Gründung eines Museums mit dem Publikum zu teilen.

Den Vorsitz des Museums hat Othman Lazraq inne, der sich stark für die Förderung der zeitgenössischen afrikanischen Kunst und die Ausstrahlung der marokkanischen Szene engagiert. Dieses familiäre Engagement erklärt die Stimmigkeit des Projekts: Das MACAAL ist kein einmaliges Unterfangen, sondern das Ergebnis geduldiger Sammlerarbeit, die in eine für alle offene Institution verwandelt wurde.

Die Stiftung Alliances beschränkt sich nicht darauf, Werke zu bewahren. Sie unterstützt das lebendige Kunstschaffen, fördert die Künstlerinnen und Künstler des Kontinents und entwickelt Vermittlungsangebote. Dieser Ansatz an der Schnittstelle von privatem Mäzenatentum und gemeinnütziger Aufgabe ist in Afrika noch selten und macht das Museum zu einem Modell, das weit über die marokkanischen Grenzen hinaus beachtet wird.

Bildung, Vermittlung und Unterstützung der Künstler

Über die Ausstellungen hinaus nimmt das MACAAL einen echten gemeinnützigen Auftrag für sich in Anspruch. Das Museum entwickelt Vermittlungsprogramme, die zeitgenössische Kunst allen Publikumsgruppen näherbringen sollen, auch jenen, die ihr sonst fernstehen. Führungen, Workshops, Angebote für Schulen und Jugendliche: Diese Initiativen wollen den Ort ebenso zu einem Raum des Lernens wie der Betrachtung machen. Die Idee dahinter ist, den Blick zu schulen, Berufungen zu wecken und zu zeigen, dass Kunst ein großartiges Werkzeug der Öffnung sein kann.

Die Unterstützung der Künstlerinnen und Künstler bildet die andere Säule dieses Ansatzes. Indem es sowohl etablierten als auch aufstrebenden Kunstschaffenden Sichtbarkeit verleiht, trägt das Museum dazu bei, die afrikanische Kunstszene zu strukturieren und aufzuwerten. Diese Begleitung folgt einer langfristigen Logik: Es geht nicht nur darum auszustellen, sondern am Ökosystem des Kunstschaffens teilzuhaben und den Künstlerinnen und Künstlern eine anerkannte Plattform sowie ein neugieriges Publikum zu bieten. Genau diese Kombination – Bewahren, Ausstellen, Bilden und Unterstützen – unterscheidet das MACAAL von bloßen Galerien und macht es zu einer eigenständigen Institution.

Die Sammlung und die Ausstellungen des MACAAL Marrakesch

Die von der Familie Lazraq und der Stiftung Alliances zusammengetragene Sammlung umfasst über zweitausend Werke moderner und zeitgenössischer marokkanischer und afrikanischer Kunst. Die Malerei nimmt darin einen wichtigen Platz ein, doch finden sich auch zahlreiche Arbeiten auf Papier, Fotografien, Skulpturen, Textilien, Installationen und digitale Werke. Es handelt sich um eine der bedeutendsten privaten Sammlungen afrikanischer Kunst, und sie bildet den Fundus, aus dem das Museum für seine Ausstellungen schöpft.

Das Programm des MACAAL beruht auf dem Prinzip wechselnder Sonderausstellungen, ergänzt durch Präsentationen aus der ständigen Sammlung. Konkret bedeutet das: Das Museum ist von einer Saison zur nächsten nie ganz dasselbe – die Hängungen ändern sich, neue Künstlerinnen und Künstler werden eingeladen, andere Themen werden erkundet. Das ist eine ausgezeichnete Nachricht für Stammgäste wie für durchreisende Besucher, die immer wiederkommen können, ohne je das Gefühl zu haben, denselben Besuch zu wiederholen.

Die Ausstellungen sind als thematische Rundgänge konzipiert, mit einer echten Arbeit an Szenografie und Vermittlung. Häufig begleiten Texte die Werke, um deren Kontext zu erhellen, was den Besuch auch für Menschen zugänglich macht, die mit zeitgenössischer Kunst wenig vertraut sind. Da sich das Programm ständig weiterentwickelt, ist es immer ratsam, vor dem Besuch die offizielle Website des Museums zu konsultieren, um zu erfahren, welche Ausstellungen während Ihres Aufenthalts zu sehen sind.

Führung durch eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst im MACAAL
Führung im MACAAL, rund um zeitgenössische afrikanische Werke.

Der Garten und der Skulpturenpark

Einer der markantesten Trümpfe des MACAAL Marrakesch befindet sich nicht im Inneren des Gebäudes, sondern draußen. Das Museum ist mit einem weitläufigen Skulpturenpark verbunden, der im Rahmen des Resorts Al Maaden auf dem Golfgelände am Fuße des Atlasgebirges angelegt wurde. Dieser Park wurde bereits 2013 eingeweiht, einige Jahre vor der Eröffnung des Museums selbst, und bildet heute eine natürliche Fortsetzung des Besuchs.

Dort entdeckt man monumentale Werke, die im Dialog mit der Landschaft stehen. Manche Stücke erreichen beeindruckende Ausmaße von mehreren Metern Höhe oder Länge und spielen mit dem Licht, dem Wind und den umliegenden Reliefs. Zu den vertretenen Künstlern zählen anerkannte Namen der marokkanischen und internationalen Szene, darunter Mahi Binebine, sowie Kunstschaffende von anderswo. Der Kontrast zwischen zeitgenössischer Kunst und der natürlichen Kulisse aus Palmenhain und Bergen schafft ein einprägsames Erlebnis, das sehr fotogen und wie geschaffen für einen Spaziergang ist.

Dieser Skulpturenpark veranschaulicht gut die Philosophie des Ortes: die Kunst aus geschlossenen Sälen herauszuholen und sie in eine offene Umgebung einzuschreiben, in der ihr jeder frei begegnen kann. Nehmen Sie gutes Schuhwerk und Sonnenschutz mit, denn der Rundgang findet im Freien auf recht weitläufigen Flächen statt.

Wo liegt das MACAAL und wie kommt man hin?

Das Museum liegt im Viertel Al Maaden im Südosten von Marrakesch, in einem Gebiet, das mehrere Golfplätze vereint (Al Maaden, Amelkis und den königlichen Golfplatz). Von der Place Jemaa el-Fna und der Medina aus sind es etwa 10 bis 15 Kilometer, also je nach Verkehr rund zwanzig bis dreißig Minuten Fahrt. Es ist also kein Besuch, den man zu Fuß vom Zentrum aus unternimmt: Besser plant man die Anfahrt im Voraus.

Für die Fahrt zum Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst Al Maaden bieten sich Ihnen mehrere Möglichkeiten:

  • Taxi: die einfachste Lösung. Vereinbaren Sie den Preis, bevor Sie in ein „Petit Taxi“ steigen, oder buchen Sie eine Fahrt per App. Denken Sie auch an die Rückfahrt, denn frei umherfahrende Taxis sind in dieser Gegend seltener.
  • Mietwagen oder privater Fahrer: praktisch, wenn Sie das MACAAL mit anderen Besichtigungen am Stadtrand verbinden. Vor Ort steht in der Regel ein Parkplatz zur Verfügung.
  • Organisierte Ausflüge: Manche Kulturtouren durch Marrakesch nehmen das Museum in ihr Programm auf, inklusive Transport und Begleitung.

Da das Museum abseits des historischen Kerns liegt, sollte es im Voraus in Ihr Programm eingeplant werden. Genau darin liegt aber auch sein Reiz: Man verlässt das Getümmel der Medina für eine ruhigere, weite und den Bergen zugewandte Umgebung.

Öffnungszeiten, Preise und Anfahrt: praktische Infos

Hier finden Sie eine Zusammenfassung nützlicher praktischer Informationen für die Vorbereitung Ihres Besuchs im MACAAL Marrakesch. Diese Angaben dienen nur als Richtwert: Öffnungszeiten, Schließtage und Preise können je nach Saison und Programm variieren. Prüfen Sie stets die offiziellen Informationen, bevor Sie sich auf den Weg machen.

InformationRichtwert
ÖffnungstageIn der Regel Mittwoch bis Sonntag (an manchen Tagen zu Wochenbeginn geschlossen)
ÖffnungszeitenTagsüber, meist etwa von 10 bis 18 Uhr
EintrittspreisKostenpflichtig für Erwachsene, ermäßigter Tarif für Einheimische; häufig freier Eintritt für Kinder und Studierende (zu bestätigen)
BesuchsdauerEtwa 1 bis 1,5 Stunden (mehr, wenn Sie den Skulpturenpark erkunden)
LageViertel Al Maaden, Südosten von Marrakesch, ~10–15 km vom Zentrum
AnfahrtTaxi, privater Wagen, Mietwagen oder organisierter Ausflug

Da das Museum an manchen Tagen zu Wochenbeginn geschlossen ist, empfiehlt es sich, Ihren Besuch auf die Wochenmitte oder das Wochenende zu legen. Planen Sie außerdem genügend Fahrzeit ein, vor allem, wenn Sie am selben Tag noch weitere Aktivitäten anschließen möchten.

Für wen: Familien, Kunstliebhaber und Neugierige

Das MACAAL richtet sich an ein breiteres Publikum, als man annimmt. Liebhaber zeitgenössischer Kunst kommen hier selbstverständlich auf ihre Kosten, mit einem anspruchsvollen Programm und erstklassigen Künstlerinnen und Künstlern. Doch das Museum wurde so konzipiert, dass es zugänglich bleibt: Die sorgfältige Szenografie, die erläuternden Texte und die überschaubare Größe der Räume machen es zu einem angenehmen Besuch, ohne die Ermüdung der ganz großen Museen.

Familien sind willkommen. Besonders der Skulpturenpark gefällt Kindern sehr, die sich im Freien austoben und zugleich Werke entdecken können, die durch ihre Größe und ihre Formen überraschen. Die pädagogische Dimension des Museums eignet sich gut für einen Bildungsausflug, sofern man das Tempo den Jüngsten anpasst.

Und schließlich kehren auch einfach neugierige Reisende ohne besondere Fachkenntnis oft begeistert zurück. Das MACAAL bietet eine willkommene Verschnaufpause in einem Marrakesch-Aufenthalt, der oft dicht mit Besichtigungen des Kulturerbes gefüllt ist. Es ist der ideale Ort, um den Puls des aktuellen afrikanischen Kunstschaffens zu fühlen und mit einem anderen Blick auf den Kontinent zurückzukehren.

Werke zeitgenössischer afrikanischer Kunst im MACAAL in Marrakesch
Das MACAAL zeigt Sammlung und Ausstellungen afrikanischer Kunst.

Das MACAAL mit anderen Besichtigungen verbinden

Das Museum fügt sich perfekt in eine umfassendere kulturelle Route ein. Wenn Sie die Kunst von Marrakesch begeistert, können Sie einen echten „Museumstag“ zusammenstellen, indem Sie das MACAAL mit anderen sinnbildlichen Orten der Stadt verbinden. Für einen vollständigen Überblick über die Aktivitäten hilft Ihnen unser vollständiger Guide, was man in Marrakesch unternehmen kann, Ihren Aufenthalt zu strukturieren.

Hier einige sinnvolle Kombinationen, wobei zu bedenken ist, dass das MACAAL am Stadtrand liegt, während die anderen Orte zentraler sind:

  • Um in der Welt der modernen Kunst und der Mode zu bleiben, besuchen Sie das Yves-Saint-Laurent-Museum und seinen bemerkenswerten architektonischen Rahmen.
  • Für Geschichte und Kulturerbe bietet das Museum von Marrakesch im Palast Dar Menebhi eine wunderschöne traditionelle Kulisse.
  • Bildbegeisterte sollten sich das Fotografiemuseum im Herzen der Medina nicht entgehen lassen.
  • In puncto Natur und Farben bleibt der Jardin Majorelle ein Muss, ideal als Ergänzung zu einem kunstvollen Tag.
  • Um durch ein moderneres Viertel mit Cafés und Galerien zu bummeln, erkunden Sie das Viertel Guéliz.

Eine gute Strategie besteht darin, den Vormittag oder den Nachmittag für das MACAAL und seinen Skulpturenpark zu reservieren und anschließend ins Zentrum zurückzukehren, um ein oder zwei weitere, näher beieinanderliegende Orte zu besuchen. So vermeiden Sie unnötige Hin- und Rückfahrten.

Praktische Tipps für einen schönen Besuch

Ein paar einfache Empfehlungen helfen, das Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst Al Maaden in vollen Zügen zu genießen:

  • Prüfen Sie das Programm, bevor Sie aufbrechen: Da die Ausstellungen wechseln, sollten Sie wissen, was während Ihres Aufenthalts zu sehen ist.
  • Planen Sie den Transport im Voraus: Reservieren Sie Ihr Taxi oder Ihren Fahrer und organisieren Sie die Rückfahrt schon bei der Hinfahrt.
  • Wählen Sie das richtige Zeitfenster: Meiden Sie die Schließtage zu Wochenbeginn und bevorzugen Sie für den Skulpturenpark die kühleren Stunden.
  • Nehmen Sie Wasser und Sonnenschutz mit: Der Außenbereich wird unter freiem Himmel besucht.
  • Lassen Sie sich Zeit: Lesen Sie die Beschriftungen und die Vermittlungstexte, sie bereichern das Verständnis der Werke erheblich.
  • Informieren Sie sich über die Serviceangebote: Shop, Café oder Gastronomiebereich können je nach Zeitraum variieren.

Wenn Sie diese wenigen Grundsätze beachten, verläuft Ihr Besuch im MACAAL reibungslos und angenehm, ohne böse Überraschung bei der Ankunft.

Barrierefreiheit und Besuchskomfort

Das Museum befindet sich in einem modernen, für den Publikumsverkehr konzipierten Gebäude, was die Bewegung durch die Ausstellungsräume in der Regel erleichtert. Die Innenräume sind hell und größtenteils ebenerdig – ein Vorteil für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, für Kinderwagen oder für Besucher, die sich Anstrengungen ersparen möchten. Der Skulpturenpark hingegen wird im Freien auf unterschiedlicheren Untergründen durchquert und kann je nach Bedingungen etwas mehr Aufmerksamkeit erfordern.

Für konkrete Fragen zur Barrierefreiheit (Rollstuhlzugang, angepasste Sanitäranlagen, Ausleihe von Hilfsmitteln) ist es ratsam, das Museum vor dem Besuch direkt zu kontaktieren. Die Teams können Ihnen die aktuellen Bedingungen mitteilen, die von der Konfiguration der laufenden Ausstellungen abhängen können. Insgesamt bleibt das MACAAL ein angenehmer Besuch von überschaubarer Größe, geschätzt für seine ruhige und lichtdurchflutete Atmosphäre.

Das MACAAL, Symbol für die kulturelle Dynamik von Marrakesch

Die Gründung des MACAAL fügt sich in eine umfassendere Bewegung ein: In den letzten Jahren hat sich Marrakesch als regionale Kulturhauptstadt behauptet und Galerien, Kunstmessen, Residenzen und Institutionen angezogen. Die Stadt, deren Medina zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt, lässt sich nicht mehr auf ihr historisches Erbe reduzieren: Sie ist zu einem Ort geworden, an dem zeitgenössische Kunst ein Publikum und erstklassige Ausstellungsräume findet.

In dieser Landschaft spielt das Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst Al Maaden eine besondere Rolle. Indem es auf die Kunst des gesamten Kontinents setzt und nicht allein auf die marokkanische Szene, verleiht es Marrakesch eine panafrikanische und internationale Ausstrahlung. Es trägt zu der Idee bei, dass Afrika seine eigene Kunstgeschichte erzählen kann und soll – mit seinen Institutionen, seinen Kuratoren, seinen Sammlern und seinen Künstlern. Um mehr über seine Geschichte und seine Sammlung zu erfahren, können Sie den Wikipedia-Eintrag zum Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst Al Maaden heranziehen, der die wichtigsten gesicherten Informationen dazu zusammenfasst.

Für Reisende bedeutet das ein sinnstiftendes, reichhaltiges Erlebnis: Über das Ästhetische hinaus kehrt man mit Fragen, Entdeckungen und manchmal mit echten Herzensmomenten zurück. Genau das ist es, was ein gutes Museum für zeitgenössische Kunst auslösen soll.

Häufige Fragen

Lohnt sich der Weg zum MACAAL vom Zentrum Marrakeschs aus?

Ja, wenn Sie sich für zeitgenössische Kunst interessieren oder abseits der klassischen Besichtigungen etwas erleben möchten. Das Museum liegt etwa 10–15 km vom Zentrum entfernt, aber seine Lage am Fuße des Atlasgebirges, seine Sammlung und sein Skulpturenpark machen es zu einem besonderen und bereichernden Halt.

Wann wurde das MACAAL eröffnet und wer hat es gegründet?

Das Museum wurde 2016 eröffnet. Es wird von der Familie Lazraq (Farida und Alami Lazraq) und der Alliances-Gruppe über die Stiftung Alliances getragen, und den Vorsitz hat Othman Lazraq inne. Es ist eine private, gemeinnützige Institution.

Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Rechnen Sie mit etwa 1 bis 1,5 Stunden für die Ausstellungsräume. Planen Sie zusätzliche Zeit ein, wenn Sie den Skulpturenpark im Freien erkunden möchten, der einen gemächlichen Spaziergang verdient.

Ist das Museum für Familien und Kinder geeignet?

Ja. Die überschaubare Größe der Räume und der Skulpturenpark unter freiem Himmel eignen sich gut für Familien. Kinder mögen besonders die großen Außenwerke. Passen Sie einfach das Tempo den Jüngsten an.

Wie sind die Öffnungszeiten und Preise des MACAAL?

Das Museum öffnet in der Regel von Mittwoch bis Sonntag tagsüber, und der Eintritt ist kostenpflichtig, mit ermäßigten Tarifen für bestimmte Besuchergruppen. Da diese Angaben nur Richtwerte sind und sich ändern können, prüfen Sie sie vor Ihrem Besuch auf der offiziellen Website.

Was kann man im MACAAL sehen?

Dort entdeckt man wechselnde Sonderausstellungen und Präsentationen aus einer Sammlung von über 2.000 Werken moderner und zeitgenössischer afrikanischer Kunst: Gemälde, Fotografien, Skulpturen, Installationen, Videos und Textilien, ergänzt durch einen Park mit monumentalen Skulpturen.

Fazit

Das MACAAL Marrakesch ist weit mehr als ein bloßes Museum: Es ist ein Tor zum zeitgenössischen afrikanischen Kunstschaffen, dem Publikum in einem außergewöhnlichen Rahmen am Fuße des Atlasgebirges geboten. Von der Familie Lazraq und der Stiftung Alliances gegründet und 2016 eröffnet, verbindet es eine umfangreiche Sammlung, wechselnde Ausstellungen und einen Skulpturenpark, der das Erlebnis unter freiem Himmel fortsetzt. Etwas abseits des Zentrums gelegen, belohnt es reichlich diejenigen, die den Weg auf sich nehmen. Wenn Sie ein anderes, kreativeres und zukunftsgewandtes Gesicht von Marrakesch entdecken möchten, verdient das Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst Al Maaden einen Platz in Ihrem Programm.

Redaktionelle Unabhängigkeit: Dieser Artikel ist informativ und unabhängig verfasst. Öffnungszeiten, Öffnungstage, Preise und Zugangsbedingungen sind als Richtwert angegeben und können sich ändern; prüfen Sie stets die offiziellen Informationen beim Museum, bevor Sie Ihren Besuch antreten.

Bilder unter freier Lizenz über Wikimedia Commons: © Fraguando (CC BY-SA 4.0); © Fraguando (CC BY-SA 4.0); © Fraguando (CC BY-SA 4.0). Quellen: UNESCO und Wikipedia.
Nach oben scrollen